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Gastronomie - witzige, kreative Stellenanzeige

Ein Koch ist ...

Küche und Koch - das Herz der Gastronomie

© Kzenon - Fotolia.com

Ein Koch ist einer in den Kittel gesteckter, um 8 Uhr geweckter, aus der Familie gerissener, um die Mittagspause beschissener, auf dem Boden kriechender, langsam dahinsiechender, vom Chef und den Gästen geplagter, vom Stress gejagter, in Büchern grabender, auf dem Trimmpfad trabender, niemals verschnaufender, ewig Kaffee und Alk saufender, um die Ruhe gebrachter, immer kleiner gemachter, mit den Nerven erledigter, in allen Gliedern geschwächter, meistens müder, nicht sehr prüder, nach Liebe sehnender, morgens schon gähnender, zum Wochenenddienst ernannter, zum Putzdienst verdammter, stets fröhlicher Mensch! (Autor unbekannt)

Ich bin Kellner ...

Ein guter Service im Restaurant ist die halbe Miete

© Michael Sailer - Fotolia.com

Ich bin Kellner. Ich verstehe mich darauf, jedem Gast an der Nasenspitze anzusehen, ob er gut oder schlecht gelaunt ist und ich kann mich diesen Stimmungen immer prima anpassen. Ich weiß, dass manche Gäste zu cholerischen Anfällen neigen, wenn sie ihr Essen so erhalten, wie sie es bestellt haben. Die Bestellung "wie immer" kann ich stets zweifelsfrei und ohne Verzug an die Küche weitergeben. Ohne Knoblauch, bitte. Es macht mir nichts aus, beschimpft zu werden, denn als Kellner nimmt man nichts persönlich. Außerdem ist es ja sowieso meine Schuld, wenn Sie schlechte Laune haben. Ja, ich weiß, dass "Sie Volltrottel" nur ein kleiner Scherz war, und weil Sie so witzig waren, geht das Dessert natürlich aufs Haus. Wie immer. Ohne Sahne, gerne.

Ich habe übrigens auch die Fähigkeit, das Restaurant nach Belieben umzubauen, zu vergrößern und Tische zu schreinern. Natürlich haben wir am ersten Weihnachtstag noch einen Fenstertisch für 8 Personen frei. Welches Datum heute ist? Der 23.12., warum fragen Sie?

Selbstverständlich behalte ich immer den Überblick über meine Gäste. Auch wenn wir ungefähr 2.000 Frühstücke haben, weiß ich immer, wann und wohin sich ein Gast umgesetzt hat. Klar finde ich es super, wenn Sie fünf Tische und fünf Gedecke für ein Frühstück benutzen. Ich mag es sehr, wenn ich Ihnen alles hinterhertragen darf. Natürlich geht das auch schneller.

Ich bin Kellner. Als solcher ist man automatisch masochistisch veranlagt. Wenn Sie ein Rinderfilet mit fünf verschiedenen Saucen (die Hollandaise und die Pfefferrahmsauce aber bitte à part), bestellen, statt Karotten lieber Spargel (erwähnte ich, dass wir Dezember haben?) hätten und es schön wäre, wenn die Bratkartoffeln einzeln ausgarniert wären, reißt mir die Küche den Kopf ab. Aber gerade das mag ich so an meinem Beruf.

Es macht mir auch gar nichts aus, die Rechnung für Ihren Tisch mit 23 Personen schnell mal zu splitten. Ich habe zwar vor dem Buchen gefragt, ob Sie getrennte Rechnungen wünschen, aber wenn Sie es sich spontan anders überlegt haben - kein Problem. Unser Kassensystem ist übrigens so alt, dass es schon die Kellner unserer Vorväter benutzt haben (und ich kann diese Keilschrift auch sehr schlecht lesen), aber da Sie alle ja im Prinzip sofort weg müssen, beeile ich mich selbstverständlich zur Abwechslung mal. Erstmal muss ich aber meinen Kassenhinkelstein hier einlesen.

Ich spreche auch alle möglichen Sprachen, doch besonders gut bin ich in nonverbaler Konversation: Naserümpfen bedeutet "Ein Steak Tatar, pikant, aber ohne Kapern, bitte.", Grunzen heißt "Es wäre sehr freundlich, wenn Sie mir noch ein Bier bringen würden.". Ich weiß ebenfalls, dass Sie Ihre Getränke nicht zu bezahlen brauchen, weil Sie schon seit 17 Jahren zu uns kommen. Dieses Restaurant gibt es erst seit 5 Jahren. Ich habe Sie noch nie gesehen - mein Fehler, ich weiß.

Ich bin Kellner. Ich muß immer alles wissen, können, möglichst schnell erledigen und auf jeden lustigen Scherz eingehen. Als Kellner besitze ich logischerweise einen IQ unterhalb der Zimmertemperatur.

Mein Beruf ist nur für Idealisten geeignet, doch dafür haben die meisten von uns wirklich Spaß bei der Arbeit. Vor allem übrigens dann, wenn alle anderen frei haben (außer Krankenschwestern, Taxifahrer und Totengräber). Warum auch nicht? Schließlich wird der Job super bezahlt, deshalb ist es mir auch ganz egal, ob Sie mir Trinkgeld geben oder nicht.

Ich bin gern Kellner, denn man erlebt die schönsten Dinge. Es ist schön, wenn Gäste mir erzählen, warum sie viele Möhren im Salat wünschen (ist angeblich gut gegen Hämorrhoiden) und auch an Ihren Krampfadern bin ich sehr interessiert. Es ist schön, wenn Gäste denken, dass ich taub bin für Tischgespräche, in die ich nicht involviert bin, dann erfahre ich endlich mal, wie geil der Hintern meiner Kollegin ist. Ich selber bin natürlich auch nicht von schlechten Eltern. Für dieses Kompliment verzichte ich gern auf mein Trinkgeld. Aber diesmal bitte mit Sahne!

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Rauchen erlaubt im Biergarten

Babuschka-Braten oder Olive à L'impératrice

Schwarze Oliven

von Cosasdebeas, via Wikimedia Commons

Bei der Olive à l'impértrice gehen Sie folgendermaßen vor:

Füllen Sie eine Olive mit einer Kaper; Stecken Sie die Olive in eine Feige; Wickeln Sie die Feige in ein Weinblatt ein und stecken diese dann in eine Wachtel; Stopfen Sie ein Rebhuhn mit der mit Speck umwickelten Wachtel; Geben Sie das Rebhuhn in eine Waldschnepfe; Füllen Sie ein Perlhuhn mit der Schnepfe; Geben Sie das mit Speck bardierte Perlhuhn in eine Ente; Stopfen Sie die Ente in ein fettes Huhn; Das dicke Huhn wiederrum geben Sie in einen großen Fasan; Füllen Sie eine Gans mit dem Fasan; Den Fasan wiederum geben Sie in einen Truthahn; Nun lassen Sie alles für 18 Stunden behutsam bei 150 Grad im Offen schmoren.

Anschließend holen Sie den Fasan aus dem Truthahn, die Gans aus dem Fasan und so weiter bis Sie an die saftige Olive gelangen, die Sie mit Hochgenuß verzehren. Guten Appetit.

Das Leben im Hotel - Miniserie

Haben Sie eine schöne Geschichte, einen Gastrowitz, einen Cartoon... senden Sie mir das gerne zu. Wenn es passt, nehme ich das hier in dieser Rubrik auf!